Pulsatilla pratensis - Gromaverlag

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Pulsatilla pratensis

Akut
Pulsatilla pratensis, Küchenschelle, Kuhschelle wächst an sonnigen Orten auf kalkhaltigen, sandigen Böden Nord- und Mitteleuropas. Die Urtinktur wird aus der ganzen Pflanze hergestellt, die während der Blütezeit im April und Mai gepflückt wird.

Pulsatilla ist ein sehr häufig angezeigtes Mittel bei Erkältungen mit dickem, mildem, gelbgrünem Ausfluss und wird erst im fortgeschrittenen Stadium eingesetzt.

Bei Beschwerden nach schwerem, fettigem Essen oder Durcheinanderessen kommt Pulsatilla zur Anwendung.

Auffallend ist das Verhalten gegenüber Temperatureinflüssen. Obwohl der Patient ständig fröstelt und häufig kalte Hände und Füsse hat, erträgt er den Aufenthalt in einem warmen Zimmer oder heisses Wetter nicht.

Die Verbesserung durch Bewegung, besonders an frischer Luft, ist ein häufig anzutreffendes Symptom, das sich oft bei Kindern mit Ohrschmerzen beobachten lässt. Zuhause in der warmen Wohnung weint das Kind mitleiderregend. Auf dem Weg in die Praxis beruhigt es sich durch die Bewegung und die frische Luft, und die Mutter sitzt mit einem „gesunden", zufriedenen Kind vor dem Therapeuten. Erst während des Gespräches, wenn der kleine Patient wieder warm bekommt, beginnt er erneut zu weinen.

Die geistige Verfassung ist ebenfalls als Leitsymptom zu betrachten. Pulsatilla-Patienten brauchen, wenn sie krank sind, viel Aufmerksamkeit und Zuspruch. Sie sind leicht beleidigt und verstimmt, bald wieder lachend, bald traurig und voller Tränen. Damit lässt sich auch erklären, warum Pulsatilla sehr häufig bei Kindern angezeigt ist.

Psyche:
Anhänglich, weinerlich, sanftes Wesen, wechselhafte Stimmung, weint mitleiderregend, klebt an Mutter, sucht Trost, möchte Gesellschaft.

Leitsymptome:
  • Anhaltende Erkältung mit milder, dicker, gelbgrüner Absonderung. Leichtes Fieber mit Durstlosigkeit.
  • Verstopfte Nase in warmen Räumen, im Freien fliessend.
  • Friert leicht, aber ist besser an frischer Luft und in Kälte.
  • Kolikartige Schmerzen. Die Schmerzen kommen plötzlich und verschwinden langsam.
  • Langsame Verdauung mit saurem Aufstossen. Das Essen stösst am nächsten Tag noch auf.

Folgen von:
Schweinefleisch, schwerem, fettigem Essen, Obst, Gebäck, Eiscreme, Durcheinanderessen, zu kaltem Essen, Durchnässung, Schwangerschaft, Entbindung, Aufregung, Freude.

Modalitäten:
V : Wärme, warme Räume, drinnen, Ruhe, Alleinsein, Liegen, Essen, abends, nachts.
B : Kälte, Frischluft, Trost, Zuneigung, Gesellschaft, im Freien, leichte Bewegung, Umherfahren, Herumtragen.

Indikationen:
Allergien, Augenentzündung, Blähungen, Blasenentzündung, Brustdrüsenentzündung, Dreimonatskrämpfe, Durchfall, Erbrechen, Erschöpfung, Geburt, Gerstenkörner, Grippe, Husten, Magen-Darmbeschwerden, Masern, Menstruationsbeschwerden, Mumps, Nasennebenhöhlenentzündung, Ohrschmerzen, Röteln, Schnupfen, Schwangerschaftsbeschwerden, Schwangerschaftserbrechen, Sonnenstich, Windpocken, Zahnen.


 
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